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Frau mittleren Alters und ein junges, lachendes Mädchen mit Trisomie 21 stehen Hand in Hand auf einer Wiese im Sonnenlicht
Inklusive Schutzkonzepte für die Praxis

Forschungsprojekt Schutzinklusiv

Das Forschungs- und Entwicklungsprojekt „Inklusive Schutzkonzepte in stationären Einrichtungen der Kinder- und Jugendhilfe entwickeln und erproben – Schutzinklusiv" ist im Dezember 2021 gestartet.

Ziel des Projekts ist, einen nachhaltigen und praxistauglichen Beitrag zu einer inklusiven Kinder- und Jugendhilfe zu leisten. Dafür wird ein bereits erfolgreich evaluiertes Präventionskonzept so weiterentwickelt, dass es in inklusiv gestalteten Wohngruppen und in einem familialen Betreuungssetting in der Kinder- und Jugendhilfe umgesetzt werden kann. Die Kooperation von Forschung und Fachpraxis steht dabei im Mittelpunkt. Im Zuge des auf drei Jahre angelegten Projekts erarbeiten die Forschungspartner wissensbasierte Instrumente, um den Praxistransfer in stationäre Einrichtungen der Hilfen zur Erziehung zu befördern.

Förderlogo Bundesministerium für Bildung und Forschung

Das Projekt „Schutzinklusiv“ wird gefördert vom Bundesministerium für Bildung und Forschung (BMBF) im Rahmenprogramm Empirische Bildungsforschung: Förderung von Forschungs- und Entwicklungsvorhaben zum Transfer von Forschungsergebnissen aus dem Bereich Schutz von Kindern und Jugendlichen vor sexualisierter Gewalt in pädagogischen Kontexten.

Es ist zudem eingebunden in das Metavorhaben „Schutz vor sexualisierter Gewalt in pädagogischen Kontexten – Begleitforschung zu Transfer und Implementierung (SchuGeK)“ von Freie Universität Berlin.

Wissenschaft und Fachpraxis im Verbund

„Schutzinklusiv“ ist ein Verbundvorhaben folgender Forschungspartner:

  • Westfälische Wilhelms-Universität Münster (WWU)
  • Deutsches Jugendinstitut e.V. (DJI)
  • SOS-Kinderdorf e.V.
  • SOCLES International Centre for Socio-Legal Studies gGmbH

Das Projekt baut auf bisherigen Erkenntnissen aus der Forschung zu Schutzkonzepten in stationären Einrichtungen der Kinder- und Jugendhilfe auf. Konkret wird das vom DJI erfolgreich evaluierte Präventionskonzept „PräviKIBS“ – „Prävention sexualisierter, physischer und emotionaler Gewalt in stationären und teilstationären Einrichtungen der Kinder- und Jugendhilfe“  für den Einsatz in inklusiven Wohngruppen und familienähnlichen Wohnformen weiterentwickelt. Es wird anschließend in fünf Einrichtungen von SOS-Kinderdorf e. V. implementiert, erprobt und evaluiert.

Das Sozialpädagogische Institut (SPI) sowie die Qualitätsentwicklung von SOS-Kinderdorf e.V. übernehmen im Sinne eines organisationalen Lernens den Transferprozess und die Verstetigung des weiterentwickelten Konzeptes über den Projektzeitraum hinaus. Kooperationen mit der Arbeitsgemeinschaft für Kinder- und Jugendhilfe (AGJ) und der Internationalen Gesellschaft für erzieherische Hilfen (IGfH) verstärken den Transfer in die gesamte Breite der stationären Kinder- und Jugendhilfe.

Warum wir inklusive Schutzkonzepte brauchen

Junge Menschen, die in einer Einrichtung der stationären Erziehungshilfe aufwachsen, haben in ihrem Leben häufig belastende Erfahrungen gemacht oder sogar Übergriffe erlebt. Einrichtungen der Kinder- und Jugendhilfe tragen im Besonderen Sorge dafür, dass das Kindeswohl der dort lebenden Kinder und Jugendlichen nicht erneut gefährdet wird. Auch steht die stationäre Heimerziehung seit Beginn der Debatte über sexualisierte Gewalt in pädagogischen Institutionen im Fokus der öffentlichen und fachpolitischen Aufmerksamkeit. Die Anforderungen an Schutzkonzepte gegen (sexuelle) Gewalt sind deshalb sehr hoch.

Logo des Projekts "Schutzinklusiv" mit drei stilisierten Menschenfiguren

Das Projektlogo zum Vorhaben „Schutzinklusiv"

Die Reform des SGB VIII durch das Kinder- und Jugendstärkungsgesetz (KJSG) hat im Jahr 2021 eine inklusive Ausgestaltung der Kinder- und Jugendhilfe rechtlich verankert: Diese wird schrittweise zuständig für alle jungen Menschen, ebenso Kinder und Jugendliche mit seelischen, körperlichen oder kognitiven Beeinträchtigungen. Auch für Einrichtungen der Heimerziehung gilt es, sich inklusiv auszurichten und damit inklusive Schutzkonzepte zu entwickeln.

Inklusive Schutzkonzepte stellen eine fachliche Herausforderung dar, weil sie die Situation von Kindern und Jugendlichen berücksichtigen müssen, die in ihrer Beweglichkeit, der Sprache, den Sinneswahrnehmungen, der psychischen Befindlichkeit oder in ihren geistig-kognitiven Fähigkeiten beeinträchtigt sind. Um ihre Sicherheit und ihren Schutz verlässlich zu gewährleisten, müssen Schutzkonzepte weiterentwickelt werden.

© Hintergrundbild und Header: LSOphoto, istockphoto.com

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